ris-mcp ist ein MCP-Server: ein kleines Verbindungsstück, das einem KI-Assistenten Werkzeuge in die Hand gibt. Das Model Context Protocol ist der offene Standard dafür, wie Assistent und Werkzeug miteinander reden. Wie das technisch funktioniert, erklären wir im Artikel MCP-Server: Claude an echte Daten anbinden.
Dreizehn Tools statt drei Quellen. Jedes Tool bildet einen Teil des RIS ab, mit denselben Filtern wie die Weboberfläche.
- Bundesrecht in der konsolidierten Fassung, dazu Begutachtungsentwürfe und englische Übersetzungen. Über einen Stichtag holen Sie die Rechtslage, wie sie an diesem Tag gegolten hat.
- Landesrecht aller neun Bundesländer.
- Judikatur aus 16 Gerichtsbarkeiten: OGH, VfGH, VwGH, BVwG, LVwG, Datenschutzbehörde und weitere. Auch die 2014 aufgelösten Senate sind dabei, ihr Bestand bleibt durchsuchbar. Filtern lässt sich nach Gericht, Datum, Geschäftszahl, Norm und 38 OGH-Fachgebieten.
- Bundes- und Landesgesetzblatt, authentisch ab 2004 und im Altbestand zurück bis 1945.
- Regierungsvorlagen, Gemeinderecht und Kundmachungen der Bezirksverwaltungsbehörden.
- Acht weitere Sammlungen, von Ministerratsprotokollen bis zu den Verlautbarungen der Sozialversicherung.
- Änderungshistorie über 36 Anwendungstypen, gelöschte Dokumente eingeschlossen.
- Volltextabruf über die Dokumentnummer. 43 Präfixe sind hinterlegt, damit der Server weiß, welches Kürzel in welche Sammlung gehört.
Der Beleg statt der Behauptung. Jeder Treffer kommt mit einer fertigen Zitierzeile, der Dokumentnummer und einem Link ins RIS. Wo eine PDF-Fassung existiert, steht sie daneben. Der Volltext geht immer vollständig in den Chat, auch wenn der Client mehr kann. Der Server liefert damit Quellen, keine Rechtsauskunft. Die Bewertung bleibt bei der Juristin und beim Juristen.
Eine Trefferliste für elf Suchen. Alle elf Such-Tools liefern dieselbe interaktive Liste. Sie blättern darin, ohne die Suche neu zu tippen. Ein Klick öffnet das Dokument im RIS, ein zweiter holt den Volltext in den Chat. Hell- und Dunkelmodus richten sich nach dem Host. Die Liste läuft in Claude und auch in ChatGPT. Ein Client ohne Unterstützung für diese Widgets bekommt die vollständige Textantwort, unverändert. Das Widget war nie als einzige Kopie geplant.
Der Fall mit der Viertelmillion Zeichen. Für lange Dokumente gibt es einen eigenen Viewer. Er zeigt die Gliederung, springt in Abschnitte und lädt beim Scrollen nach. Der Viewer adressiert über Zeichen-Offsets genau den Text, den der erste Abruf erzeugt hat. Ein geöffnetes Dokument bleibt dafür zehn Minuten im Speicher. Suchanfragen laufen immer live gegen das RIS.
Kein API-Key, kein Login. Der Server spricht die Open-Government-Data-API v2.6 des Bundeskanzleramts. Im Code steht keine Zeile Authentifizierung. Sie starten ihn mit einem Befehl:
claude mcp add ris -- npx -y ris-mcp-ts
Für Claude Desktop, Cursor, VS Code und Windsurf steht die Konfiguration im README. Jeder andere MCP-Client startet den Server mit npx -y ris-mcp-ts.